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Ihr wisst nicht was AQUABALL ist. Dann schaut Euch

doch das Video an und verschafft Euch einen Überblick.


Regelwerk

Für die problem- und reibungslose Durchführung eines Aquaball-Wettkampfes gibt es neben den Allgemeinen Regeln noch ein paar zusätzliche Bestimmungen, die einen einheitlichen und regelkonformen Wettkampf ermöglichen.

 

Fair Play
Ist die wichtigste Regel beim Aquaball. Es muß stets auf ein faires Spiel geachtet werden. Unter das Fair Play fallen neben den Körper-Fouls auch taktische Fouls, die ausschließlich auf den eigenen Vorteil abzielen und eventuelle Torchancen sowie den Spielfluß zunichte machen. Eine Nichtbeachtung des Fair-Plays wird von den Schiedsrichtern mit Strafen sanktioniert.

 

Ballbesitz
Laut Definition darf sich ein Spieler im Ballbesitz nicht mehr von der Stelle bewegen, seine zum Ballbesitz führende Bewegung aber noch zu Ende führen. Dies bedeutet auch, dass ein Sprung zum Abspiel möglich ist, allerdings der Ball die Hand verlassen haben muss, bevor der Spieler wieder mit den Füßen den Boden oder sein Oberkörper die Wasseroberfläche berührt. Ein Egenzuspiel ist nicht erlaubt.

 

Drei-Pässe
Der Ball muß mindestens drei Mal innerhalb der Mannschaft gepasst werden bevor mit ihm ein gültiger Torwurf erzielt werden kann. Nach Ballberührung durch einen Gegenspieler, Torerfolg, Seiten- oder Tor-Aus, Berührung des Torgebälks sowie einer Änderung des Ballbesitzes bei den Teams muß der Ball nach der Drei-Pass-Regel wieder neu aufgeladen werden. Der Torabwurf wie auch die Berührung beim Jump zählen als vollwertiger Paß.

 

Ball unter Wasser
Der Ball darf zu keinem Zeitpunkt unter Wasser gedrückt werden. Laut Definition ist der Ball unter Wasser, wenn die Balloberfläche komplett mit Wasser benetzt und der höchste Punkt des Balles unter der Wasseroberfläche zu finden ist. Sollte dies während einem Spiel geschehen, so wird dieser Verstoß durch Pfiff angezeigt und der Schiedsrichter erklärt welcher Mannschaft der Ball zukommt.

 

Körperkontakt
Körperkontakt ist generell verboten und zählt als Foul.

 

Anschwimmen
Jeder Spielabschnitt wird durch ein so genanntes Anschwimmen eröffnet. Sobald sich die beiden Mannschaften in Anschwimm-Position (an der Torseite) befinden, eröffnet der Schiedsrichter das Spiel indem er mit Anpfiff den Ball in die Mitte des Spielfeldes wirft. Somit besitzt jede Mannschaft zu Beginn eines Spieles die selben Chancen den Ball in Besitz zu bekommen. Mitspieler beim Anschwimmen anzuschieben oder sonstwie zu unterstützen ist untersagt.

 

Seitenaus
Wird der Ball in das Seitenaus (über die Spielfeldbegrenzung) geworfen, so erhält die andere Mannschaft den Ball und muss ihn von der Stelle, an der ins Aus befördert wurde, wieder ins Spiel bringen. Zum abwerfenden Spieler ist ein Mindestabstand von einem halben Meter einzuhalten.

 

Toraus
Wird der Ball von der angreifenden Mannschaft an der Breitseite ins Aus gespielt, so wird das Spiel mit einem Torabwurf vom Torwart fortgesetzt. Lenkt die abwehrende Mannschaft - dies gilt auch für den Torwart - den Ball ins Toraus, bekommt das angreifende Team eine Ecke zugesprochen. Es muss ebenfalls ein Mindestabstand von einem halben Meter eingehalten werden um dem Spieler die Chance zum Abwurf zu gewährleisten.

 

Ballberührung
Wenn der Ball während eines Spielzuges von der gegnerischen Mannschaft berührt wird, muss dieser für einen Torwurf erneut drei Mal aufgeladen werden. Solange ein Spieler den Ball in einer oder beiden Händen hält darf der Ball nicht von Gegenspielern berührt werden und gilt als „save". Sollte ein Gegenspieler den Ball dennoch berühren, so muss dieser nicht erneut aufgeladen werden, da dieser Ballkontakt nicht als Ballberührung gezählt wird. Wenn sich der Ball im Flug befindet, dann spricht man erst von einer Berührung, wenn der Ball die Flugbahn durch die Fremdberührung sichtlich ändert.

 

Jump
Sollte es während eines Spieles einmal zu einer Situation kommen, bei der sich die Spieler untereinander nicht einig werden und bei der auch der Schiedsrichter nicht genau feststellen kann, welche Partei nun den Ball zugesprochen bekommen soll, so entscheidet ein so genannter „Jump". Der „Jump" soll beiden Parteien die selben Chancen bieten, wieder an den Ball zu gelangen. Hierzu unterbricht der Schiedsrichter das Spiel durch Pfiff und beordnet die beiden sich nicht einig werdenden Spieler zu sich. Diese ordnen sich Schulter an Schulter so vor dem Schiedsrichter an, dass dieser den Ball über den beiden nach oben werfen kann. Die beiden Spieler versuchen durch einen Sprung nach oben den Ball der eigenen Mannschaft zuzuspielen. Der „Jump" wird vor allem hergenommen, wenn sich zwei Spieler um den Ballbesitz streiten. Hierbei kann oft nicht definitiv geklärt werden, welcher Spieler den Ball zuerst berührt hat. Wenn der Ball beim Jump zu einem Spieler der gleichen Mannschaft gespielt wird, so zählt dies als Pass im Sinne der 3-Pass-Regel.

 

Verzögerung
Die Regel der Zeitverzögerung wird nur bei Wettkampfveranstaltungen hinzugezogen, um gewährleisten zu können, dass beide Teams dieselben Möglichkeiten haben in Ballbesitz zu kommen. Ansonsten könnte ein Spieler der führenden Mannschaft nur statisch mit dem Ball im Spielfeld verweilen und das andere Team dürfte diesem den Ball - wegen der Vermeidung von Körperkontakt nicht einmal abnehmen. Die Zeitbeschränkung liegt bei 5 Sekunden.

 

Auswechseln
Eine Aquaball-Mannschaft besteht normalerweise aus maximal sechs Spielern, wobei sich allerdings nur jeweils vier davon im Wasser befinden dürfen. Die beiden „Reserve-Spieler" können zu jeder Zeit mit den aktiven Spielern ausgewechselt werden. Um einen Spielerwechsel durchführen zu können muss lediglich der sich im Wasser befindliche Spieler an der entsprechenden Stirnseite des Beckens mit dem Reservespieler tauschen. Der Schiedsrichter muss über einen Spieleraustausch nicht informiert werden, wobei er allerdings beobachten sollte, dass sich nie mehr als vier Spieler pro Mannschaft im Spielfeld aufhalten. Während eines Spieles darfbeliebig oft ausgewechselt werden. Der Auswechselspieler darf nicht in das Becken springen sondern muß "einsteigen".

 

Freiwurf
Die Mannschaft, die nach einem vorangegangenen Regelverstoß den Ballbesitz zugesprochen bekommt, darf den „Freipass" von der dem Regelverstoß nächstgelegenen Stelle des Spielfeldes am Beckenrand ausführen - die 3-Pass-Regel beginnt von Neuem.

 

Gültiger Torwurf
Ein Tor wird anerkannt wenn sich der Ball komplett im Innenbereich des Tores befindet. Als Innenbereich wird der komplette Innenraum ab der imaginären Grenze von der Mitte des äußeren Torrahmens gewertet. Bälle die diese Grenze nicht überschreiten werden nicht in die Torwertung aufgenommen. Ein Überschreiten des Balles wird gezählt wenn der Ball in den Torinnenraum geworfen oder hineingetrieben wird sowie durch sonstige Körperberührungen in den inneren Bereich gelangt. Dies gilt auch für aufgeladene Bälle, die in Richtung Tor fliegen und unter Berührung von Mitspielern, Torwart, Gegner oder Pfosten bzw. Latte ins Torinnere gelangen. Die Gültigkeit eines Torwurfes wird einzig und allein durch den Schiedsrichter festgestellt.

 

Torwart
Im Aquaball ist kein fester Torwart definiert. Dies bedeutet, dass sich während eines Spieles jeder Spieler der Mannschaft als Keeper versuchen darf. Hierbei sei zu beachten, dass sich der Torwart auch ins normale Spielgeschehen mischen darf, aber hierdurch keinen Sonderstatus bekommt. Zudem darf nur maximal eine Person im Tor stehen. Als Tor zähl der Bereich vom Torinnenraum bis 0,5 Meter vor dem Tor.

Eigentor
In der üblichen Anwendung im Fun-Sport-Bereich werden keine Eigentore gezählt. Bei Wettkämpfen werden Eigentore gezählt falls ein Team den aufgeladenen Ball ins eigene Tor spielen sollte. Wenn ein nicht aufgeladener Ball in das eigene Tor gelangt wird wie bei einem Toraus verfahren, die andere Mannschaft erhält den Ball und darf einen neuen Spielzug aus der Ecke beginnen.

Taktische Fouls

Sollte es - vor allem gegen Ende des Spiels - zu taktischen Fouls kommen, mit denen eine Verlangsamung des gegnerischen Spiels verursacht werden soll, oder die darauf abzielen, dass die gegnerischen Torchancen zunichte gemacht werden, so kann der Unparteiische diese Vergehen härter ahnden als „normale" Regelverstöße. Hierzu zählen beispielsweise Körperkontakte und Zeitspiel.

 

Schmuck
Aufgrund der Verletzungsgefahr ist jeglicher Schmuck beim Aquaball verboten solange er nicht abgetapt ist oder sich unter der dem Trikot bzw. der Schwimmbekleidung befindet.

Coaching-Bereich
Die Trainer der einzelnen Teams dürfen ihre mannschaften nur von dem Bereich hinter dem eigenen Tor aus coachen. Sollten sie von einer anderen Stelle (verbal) in das Spiel eingreifen, so können sie auf eine passive Position verwiesen werden. Ausserdem kann das Team hierfür eine Strafe bekommen.

Hilfsmittel
Beim Aquaball sind generell keinerlei Hilfsmittel erlaubt. Hierzu zählenbeispielsweise Materialien, die es erlauben den Ball besser zu greifen, Auftriebshilfen, Schuhe, Neoprenanzüge oder Ähnliches.